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Social Entrepreneurship Akademie

Gerade Frauen ist eine sinnvolle Unternehmensgründung besonders wichtig. Seit 2010 unterstützt die Social Entrepreneurship Akademie in München Gründerinnen und Gründer dabei, unternehmerisches Handeln mit sozialem Denken in Einklang zu bringen. Die Gründerinnen Maria Prahl (30 Jahre), Elke Heublein (30 Jahre) und ihre beiden Kolleginnen von Working Between Cultures haben Ihre Geschäftsidee mithilfe der Social Entrepreneurship Akademie erfolgreich umgesetzt.

Femlife.de: Was ist Ihre soziale Geschäftsidee?

Die beiden Gründerinnen der SEA Maria Prahl und Elke Heublein mit ihren Kolleginnen von"Working between Cultures"Die beiden Gründerinnen der SEA Maria Prahl und Elke Heublein mit ihren Kolleginnen von”Working between Cultures”

Elke Heublein: Wir bieten interkulturelle Trainings sowohl für Unternehmen, Hochschulen und Verwaltung, als auch für Stiftungen, Vereine und NGOs an. Die Tagessätze für Unternehmen sind höher, so dass wir es uns auch leisten können, Organisationen mit einem sozialen bzw. gesellschaftlichen Auftrag günstigere Konditionen anzubieten.

Business geht auch sozial

Femlife.de: Was ist Ihre soziale Vision?

Maria Prahl: Mit unseren interkulturellen Seminaren wollen wir die Toleranz unter den Menschen fördern und einen respektvollen Umgang ermöglichen. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass Menschen ihre Vorurteile hinterfragen und sich bewusst auf unterschiedliche Menschen einlassen. Wir verstehen uns als Botschafterinnen für kulturelle Vielfalt und stehen dafür, dass ein interkulturelles Miteinander keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung ist.

Gemeinsam Ideen entwickeln und ein Projekt gründen

Wie hat Sie die Social Entrepreneurship Akademie unterstützt?

Maria Prahl: Ich war Stipendiatin im zweijährigen berufsbegleitenden Studium an der Akademie. Im ersten Jahr hatten wir viele Vorlesungen über soziales Unternehmertum und haben erste Ideen entwickelt, im zweiten Jahr haben wir „Working Between Cultures“ zu unserem Praxisprojekt gemacht. Es war für mich ein vollkommen neuer Denkansatz, dass sich Geld verdienen gut mit sozialem Engagement kombinieren lässt.

Elke Heublein: Ich bin erst im zweiten Jahr zum Team dazugestoßen. Unsere Gründungsberaterin Anne Dörner von der Social Entrepreneurship Akademie hat uns im ganzen Prozess gecoacht. Es ist unbezahlbar, dass eine Expertin von außen das eigene Konzept immer wieder prüft. Wir haben dort neben Know-how zur Finanzierung gelernt, als Team zu arbeiten. Welche Person hat welche Stärken und kann sie wie am Besten einbringen? Was für Aufgabenbereiche gibt es überhaupt im Unternehmen und wie werden sie verteilt? Wie wollen wir zusammenarbeiten? Diese Reflexion hat uns viele Teamkonflikte erspart. (Mittlerweile sind wir vier Gründerinnen.)

Bei der SEA können sich Unternehmensgründer zu ihrer Geschäftsidee beraten lassenBei der SEA können sich Unternehmensgründer zu ihrer Geschäftsidee beraten lassen

Muss man immer zwei Jahre an der Social Entrepreneurship Akademie studieren, um unterstützt zu werden?

Maria Prahl: Nein, neben dem Studiengang gibt es auch die Möglichkeit, sich zu seiner Geschäftsidee beraten zu lassen. Für einen Termin muss man seine Geschäftsidee auf einer Seite zusammenfassen und per Email an die Akademie senden. Zusätzlich unterstützt die Akademie das HVB Mentoringprogramm, bei dem erfahrene Frauen aus der Wirtschaft auch Gründerinnen aus dem sozialen Bereich begleiten.

Spaß an der Arbeit als Erfolgsfaktor

Was waren Erfolgsfaktoren für Ihre Gründung?

Maria Prahl: Wir tun das, was wir wirklich lieben und haben auch schon vor unserer Gründung in unserem Bereich nebenberuflich gearbeitet. Wir hatten also genug Zeit, uns an das Feld heranzutasten. Das hat uns sicher viele Frustrationen erspart. Auch haben wir ein großes Netzwerk, u.a. weil wir Stipendiatinnen der Robert Bosch Stiftung waren. Wir konnten bei der ersten Kontaktanbahnung mit Kundinnen und Kunden auf unser Netzwerk zählen und schnell einen zufriedenen Kundenstamm aufbauen.

Teamarbeit und Unterstützung  von außen

Was sind Ihre Tipps für andere Gründerinnen?

Maria Prahl / Elke Heublein: Gründet im Team. Das ist gerade am Anfang eine tolle Möglichkeit, sich gegenseitig bei Unsicherheiten zu unterstützen. Und holt euch Unterstützung von außen. Wir hatten beide neben der Social Entrepreneurship Akademie noch Mentoren aus unserem privaten Umfeld, mit denen wir regelmäßig über unsere Geschäftsidee gesprochen haben. Jeder bringt eine neue Perspektive ein. Aber besinnt euch auch immer wieder auf euer ursprüngliches Anliegen.  

Vielen Dank für das Gespräch.

Mehr Informationen zur Social Entrepreneurship Akademie in München erhalten Sie unter www.seakademie.de und auf www.working-between-cultures.com

15/09/2013 / Sophie Appl

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