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Kurztrip nach Bremen

Mit ihren gerade mal 550.000 Einwohnern ist Bremen eine eher kleine, gemütliche Stadt, erst recht wenn man an das benachbarte Hamburg denkt. Aber gerade das ist es, was den Charme der „Wesermetropole“ ausmacht: als Besucher findet man sich schnell zurecht und wird, wenn man mit dem Zug kommt, auch noch vom schönsten Bahnhof Deutschlands empfangen. Zuletzt 2012 wurde er zum Bahnhof des Jahres gekürt, und tatsächlich ist die Südfassade und die Eingangshalle samt ihrem großflächigen Vorplatz eine Augenweide.

Historische Altstadt

Fußläufig ist von dort aus die Altstadt zu erreichen, die besonders nachts, wenn die Fassaden stilvoll beleuchtet sind, Stimmung erzeugt. Es mag typisch touristisch klingen, doch der Marktplatz am alten Rathaus nahe des Doms ist tatsächlich das erste Ziel, das man ansteuern sollte – zumal sich hier das Denkmal der Bremer Stadtmusikanten findet, das nicht nur von Touristen aus aller Welt, sondern auch von den Bremern selbst immer wieder gern als Fotomotiv genutzt wird. Überhaupt hat die Hansestadt architektonisch viel zu bieten. Highlight ist das erstmals im 13. Jahrhundert erwähnte Gängeviertel Schnoor im Herzen der Altstadt, in dem viele Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert noch zu bewundern sind. Die teils winzigen Gassen von kaum einem Meter Durchmesser haben einen unvergleichlichen Charme, ebenso die teils immer noch hier angesiedelten Handwerksbetriebe und Confiserien. Vorsicht ist hier aber beim Essen geboten: Die Preise sind happig. Dasselbe gilt für die zahlreichen Restaurants und Kneipen direkt am Weserufer – entgehen lassen sollte man sie sich dennoch nicht, denn besonders im Sommer lässt sich die gemütliche Atmosphäre am Wasser genießen.

Bremen am Abend

Am Abend hingegen lohnt sich für alle, die es alternativ mögen, ein Ausflug ins Viertel, eine studentische Gegend zwischen Steintor und Ostertor, mit zahlreichen gemütlichen Kneipen wie beispielsweise dem Wohnzimmer, wo man es sich auf Sofas gemütlich machen kann, oder dem Weincafé Engel, wo es neben einer erlesenen Weinauswahl auch täglich frische Torten gibt. Wem der Sinn nach Kultur steht, der besucht die Speicherstadt – alte Hafenspeichergebäude werden teils von der Kunsthochschule genutzt, in der Speicherbühne finden Lesungen, Konzerte und Theateraufführungen statt. Jazzfans sei die Waldbühne mit angeschlossenem Biergarten im Bremer Stadtpark empfohlen. Wer die Stadt nur kurz besucht hat durch die überschaubare Größe einen klaren Vorteil: Alle erwähnten Locations (die Speicherhäuser ausgenommen) sind fußläufig vom Hauptbahnhof aus zu erreichen, Bremen lässt sich also wunderbar auf einem ausgedehnten Spaziergang erkunden.

Bremen-Stadtführer mal anders

Wer weitere Anregung sucht, der sollte auf die üblichen Stadtführer verzichten und sich stattdessen einen ungewöhnlichen zulegen: In dem kleinen Büchlein „Bremen verdichtet“ (Herausgegeben von Natalia Sadovnik im Bremer Sujet Verlag) portraitieren fünfzehn Bremer Schriftsteller ihre Lieblingsorte in der Stadt in Form von Gedichten – und es ist mancher Geheimtipp dabei. Eine Stadt durch die Augen ihrer Kulturschaffenden zu betrachten und zu erkunden gibt noch mal ein ganz eigenes Feeling. In diesem Sinne und mit dem Bremer Stadtmotto: buten und binnen – wagen un winnen.

11/04/2014 / Gerrit Wustmann

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