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Britische Küche in stylishem Ambiente

Ein “britisches Restaurant” klingt wie ein Widerspruch an sich – schließlich ist der Ruf der britischen Küche in Deutschland nicht der allerbeste und viele würden für britisches Essen nicht auch noch freiwillig bezahlen. Das Restaurant East London in Berlin-Kreuzberg hat sich seit seiner Eröffnung vor zwei Jahren allerdings gut etabliert und ist bei Expats, anglophilen Berlinern, Experimentierfreudigen und Touristen gleichermaßen beliebt.

Die deutsche Betriebswirtin Nadine Sauerzapfe eröffnete das stylishe Etablissement im Juni 2011, um eine Lücke in Berlins Restaurantlandschaft zu schließen. Nach ihrem Studium in Großbritannien hatte sie in Deutschland immer wieder heftiges Verlangen nach britischem Essen, doch bis zur Eröffnung von East London gab es in Berlin nur einige britische Pubs, aber kein Restaurant mit moderner britischer Küche – die spätestens seit Jamie Oliver europaweit bekannt ist.

God Save Brit Food

Das East London ist modern eingerichtet und serviert bis um 17h “Frühstück”.

Das East London befindet sich im Vorderhaus des M33, einem Gebäudekomplex am Mehringdamm, der die Büros von Kreuzbergs Kreativszene beherbergt, ebenso wie Schulen für Bikram Yoga, Salsa und brasilianischen Tanz. An der Markise lässt sich das Motto des Lokals ablesen: God Save Brit Food!

Die Inneneinrichtung des Restaurants wirkt durchgestylt und schick mit den hohen Tischen und Barhockern, den bunten Sitzgruppen und moderner Kunst an den Wänden. Eine ironische Anspielung auf “Cool Britannia” findet man in den Toiletten, die komplett tapeziert sind mit einer selbst entworfenen Tapete mit grau-rotem Krönchen-Motiv. Im Sommer kann man draußen sitzen an Bistrotischen und auf Metallstühlen oder auf alten LemonAid-Kisten – und kann so das hektische Treiben auf Kreuzbergs Hauptverkehrsader beobachten.

Die Speisekarte umfasst britische Klassiker wie Fish and Chips, Mash and Bangers oder Beef and Ale Pie. Jeden Sonntag wird der populäre “Sunday Roast” frisch zubereitet, der die wechselnde Tageskarte ergänzt. Für Vegetarier gibt es zwar nur wenige Optionen, aber das vegetarische Essen, das angeboten wird, ist sehr gelungen.

Frühstück bis zum Nachmittag und Fünf-Uhr-Tee

Beliebt ist das Restaurant auch als Frühstückscafé. Auf der Frühstückskarte steht das “Full English Breakfast”, ebenso wie eine vegetarische Version davon und Klassiker wie Porridge, Pfannkuchen und “Baked Beans” auf Toast. Als Zugeständnis an die Langschläfer wird das Frühstück bis 17 Uhr angeboten.

Am Nachmittag wird auch der klassische Fünf-Uhr-Tee serviert – mit Scones, Gurkensandwiches, verschiedenen Kuchen und natürlich schwarzem Tee, bei dem man unter zahlreichen Sorten auswählen kann. Doch auch Kaffeetrinker kommen im East London nicht zu kurz mit verschiedenen Kaffeevariationen, gebraut aus Moema Fair Trade Espresso.

Zum Mitnehmen finden Anglophile und Expats in einem Eckchen neben dem Eingang auch einige beliebte britische Produkte – wie Essigchips, Cadbury Schokoriegel, HP Soßen, verschiedene Sorten Tee und Marmite – den in Großbritannien omipräsenten würzigen Brotaufstrich aus Hefeextrakt.

Das gesamte Küchenpersonal des East London – und ein Großteil des Servicepersonals – kommt von den britischen Inseln und hat Rezepte aus ihren jeweiligen Heimatregionen mitgebracht. Durch die halboffene Küche können die Gäste das Küchenpersonal bei der Arbeit beobachten, was für Transparenz sorgt und den Blick hinter die Kulissen freigibt. Durch dieses Arrangement dringen aber leider auch ab und zu Gerüche von Gebratenem und Frittiertem in den Restaurantbereich, was nicht allen Gästen zusagt.

Im Restaurant wird fast ausschließlich Englisch gesprochen, was einen Besuch im East London fast wie einen Kurztrip in die britische Hauptstadt wirken lässt.

East London

Mehringdamm 33
10961 Berlin
eastlondon.de

13/07/2013 / Vera Hohleiter

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