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Die Oscars 2014

Zum 86. Mal wurde gestern Nacht im Dolby Theatre in Los Angeles der wichtigste Preis der Filmbranche vergeben: Der Oscar. Als große Favoriten gingen gleich mehrere Filme ins Rennen. Mit insgesamt zehn Nominierungen wurden sowohl Alfonso Cuaróns Science-Fiction-Streifen Gravity als auch David O. Russells Gangster-Komödie American Hustle im Vorfeld große Chancen ausgerechnet.

Favorit räumt ab

Beim Produzententeam von Gravity wurde dann auch kräftig gefeiert. Gleich sieben Preise konnte der Weltraumfilm abräumen. Unter anderem durfte in den Kategorien Beste Filmmusik, Beste Regie und Beste Kamera gejubelt werden. Zwei der wichtigsten Preise musste man allerdings an jemand anderen abtreten. So stach Cate Blanchett mit ihrer Rolle in Woody Allens neustem Werk Blue Jasmine Sandra Bullock als Beste Hauptdarstellerin aus. Auch den Award für den besten Film konnte die Crew von Gravity nicht gewinnen.

Sklavendrama als bester Film geehrt

Mit wohl wichtigsten Preis des Abends wurde das Drama 12 Years a Slave ausgezeichnet. Außerdem gingen der Oscar für das Beste adaptierte Drehbuch, das aus der Feder von Autor Steve Ridley stammt, sowie die Beste Nebendarstellerin – hier durfte Lupita Nyong’o sich freuen – auch an das Sklavenepos von Regisseur Steve McQueen. Hauptdarsteller Chiwetel Ejiofor musste sich in der Kategorie Bester Hauptdarsteller dann aber Matthew McConaughey geschlagen geben, der für seine Rolle als Aidskranker in Dallas Buyers Club geehrt wurde.

Auch Jared Leto, der sich wie sein Co-Star für das Aids-Drama bis auf die Knochen herunter gehungert hatte, erhielt den Oscar. Der schauspielernde 30 Second to Mars-Sänger erhielt wie schon bei den diesjährigen Golden Globes den Award für den Besten Nebendarsteller. Außerdem verlieh die Jury den Machern von Dallas Buyers Club die Preise für das Beste Make-up und die Besten Frisuren.

Zwei Hochkaräter gehen leer aus

Zwei weitere Favoriten des Abend gingen überraschend leer aus. Sowohl The Wolf of Wall Street als auch American Hustle waren im Vorfeld große Chancen zugesprochen worden. So hatte Leonardo DiCaprio bei seiner nunmehr vierten Oscar-Nominierung auch diesmal wieder das Nachsehen und konnte die Jury mit seiner Darstellung des New Yorker Börsengurus Jordan Belfort nicht überzeugen. Auch der insgesamt in zehn Kategorien nominierte 70-Jahre-Film American Hustle erhielt keinen einzigen Preis. Alle vier Hauptdarsteller – Amy Adams, Jennifer Lawrence, Christian Bale und Bradley Cooper – waren nominiert, durften am Ende aber nicht jubeln. Außerdem war der Film als großer Favorit auf den Preis in der Kategorie Bestes Kostümdesign gehandelt worden. Dieser Oscar ging jedoch an Der große Gatsby.

Aller Gewinner im Überblick

Film: „12 Years a Slave“

Hauptdarstellerin: Cate Blanchett („Blue Jasmine“)

Hauptdarsteller: Matthew McConaughey („Dallas Buyer Club“)

Nebendarstellerin: Lupita Nyong’o („12 Years a Slave“)

Nebendarsteller: Jared Leto („Dallas Buyers Club“)

Regie: Alfonso Cuarón („Gravity“)

Ausländischer Film: „The Great Beauty“ („La Grande Bellezza“ – Italien)

Drehbuch-Adaption: John Ridley („12 Years a Slave“)

Original-Drehbuch: Spike Jonze („Her“)

Zeichentrickfilm: „Frozen“

Ausstattung: „The Great Gatsby“

Cinematografie: „Gravity“

Tonmix: „Gravity“

Tonschnitt: „Gravity“

Soundtrack: Steven Price („Gravity“)

Song – „Let It Go“ („Frozen“)

Kostüm: „The Great Gatsby“

Makeup und Frisur: „Dallas Buyers Club“

Zeichentrick-Kurzfilm: „Mr. Hublot“

Dokumentarfilm: „20 Feet from Stardom“

Dokumentarfilm (kurz): „The Lady in Number 6: Music Saved My Life“

Schnitt: „Gravity“

Live-Action-Kurzfilm: „Helium“

Visuelle Effekte: „Gravity“

Ehren-Oscars (bereits zuvor vergeben):

Peter W. Anderson, Film-Entwicklungslabore des vergangenen Jahrhunderts, Angelina Jolie, Angela Lansbury, Steve Martin, Piero Tosi.

03/03/2014 / Anna Hackbarth

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