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Auszubildende klagt gegen Alexander McQueen

Leider ist es gerade in kreativen Berufen wie in der Medienbrache und der Modeindustrie noch immer gang und gäbe Praktikanten und Hilfskräfte entweder gar nicht oder sehr gering zu entlohnen. Eine Klage gegen das Traditionslabel Alexander McQueen macht die Thematik derzeit wieder besonders aktuell. Bisher hatte das Modehaus seine Praktikanten nämlich gar nicht bezahlt. Nun hat eine ehemalige Mitarbeiterin Klage eingereicht. Der Vorwurf: Indem man ihr nicht den gesetzlichen Mindestlohn gezahlt hatte, habe die Marke gegen das Gesetzt verstoßen. 8000 Euro Entschädigung möchte sie nun erstreiten.

Luxuslabel lenkt ein

In einem Statement des Sprechers des Labels heißt es zu dem Sachverhalt jetzt: „Es geht hier um eine Auszubildende, die vor vier Jahren für uns gearbeitet hat. Wir konnten nicht ahnen, dass sie mit ihrem Arbeitsverhältnis bei ‚Alexander McQueen‘ unzufrieden war. Wir haben die Debatte aufmerksam verfolgt und mittlerweile bezahlen wir alle Praktikanten, die wir beschäftigen. Wir möchten kreative Talente weiterhin unterstützen und ihnen den Einstieg in ein vom Konkurrenzkampf geprägtes aber doch sehr erträgliches Business geben.“

Die besagte Auszubildenen war von 2009 bis 2010 insgesamt vier Monate in dem Unternehmen beschäftigt. Zu ihren Aufgaben zählten damals vor allem kleinere Reperaturen und Stickerei-Arbeiten, wie es heißt. Aber egal welche Arbeiten sie verrichtet haben mag, eine angemessene Entlohnung steht wohl jeder Arbeitkraft ohne Zweifel zu.

Generation Praktikum

Auch hierzulande gibt es immer wieder Debatten über die Bezahlung von Praktikanten, die sich trotz guter Arbeit ihren Lebensunterhalt nicht finanzieren können. Besonders brisant wird das im Hinblick darauf, dass viele Unternehmen heutzutage gar nicht mehr einstellen, bevor erfolgreich ein Praktikum absolviert wurde. Viele junge Menschen – teils studierte Hochschulabsolventen – hangeln sich so von einer un- oder niedrig bezahlten Anstellung zur nächsten – nicht umsonst sprechen wir von der sogenannte Generation Praktikum. Bleibt zu hoffen, dass Klagen wie die der jungen Frau tatsächlich Früchte tragen und bei den Unternehmen endlich ein Umdenken stattfindet. Zumindest für die nachfolgenden Praktikanten bei Alexander McQueen hat sie den ersten Schritt in die richtige Richtung getan.

Eine ehemalige Auszubildene hat Klage gegen das Luxulabel Alexander McQueen eingereicht, weil sie für Arbeit nicht angemessen entlohnt wurde. Auszubildene klagt gegen Alexander McQueen

23/02/2014 / Anna Hackbarth

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