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Faszination Great Barrier Reef

Es ist das größte Korallenriff der Welt, manch einer bezeichnet es gar als eines der sieben Weltwunder der Natur: das Great Barrier Reef an der australischen Küste. Dabei wurde das Korallenriff eigentlich nur durch Zufall entdeckt.

Wäre der berühmte Seefahrer James Cook nicht gewesen, hätten die Australier eine touristische Hauptattraktion weniger. Ihm haben sie es zu verdanken, dass das Great Barrier Reef entdeckt wurde, und zwar am 11. Juni 1770. Wenn auch eher unfreiwillig. An diesem Tag lief James Cook nämlich mit seinem Schiff, der HMS Endeavour, auf Grund. Und zwar genau am Great Barrier Reef.

Ein Segen für die Nachwelt, vor allem die touristische: Jedes Jahr zieht das Great Barrier Reef rund zwei Millionen Touristen an. Egal, ob mit dem Boot, dem Hubschrauber oder dem Kleinflugzeug – irgendwie kommt man immer zum Riff. Ob Tagesausflug oder mehrwöchiger Segeltörn, das Geschäft mit der faszinierenden Unterwasserwelt boomt. Stolze 85 Prozent des Tourismus konzentrieren sich auf die beiden Küstenstädte Airlie Beach und Cairns.

Faszination Great Barrier Reef

Korallenriff deluxe: Das Great Barrier Reef ist fast 2.300 km lang.Korallenriff deluxe: Das Great Barrier Reef ist fast 2.300 km lang.

Das eindrucksvolle Korallenriff liegt an der Ostküste des Bundesstaats Queensland im Südpazifik. Das Riff erstreckt sich von der Lady-Elliot-Insel nordöstlich von Bundaberg bis zur Torres-Straße vor Papua-Neuguinea. Mittlerweile ist das Great Barrier Reef auf eine Länge von rund 2.300 Kilometern angewachsen.

Am äußeren Gürtel des Great Barrier Reef, dem Outer Barrier, findet man ideale Bedingungen zum Tauchen und Schnorcheln vor. Für den boomenden Tourismus wird hier alles getan. Beispielsweise wurden im Außenriff Pontons verankert, die von den Schiffen angefahren werden können. Auch sind die umgebenden Gebiete oft mit Netzen abgegrenzt, damit Schnorchler und Taucher vor Muränen- oder Hai-Angriffen geschützt werden.

Wer sich beim Besuch des Great Barrier Reef nicht nassmachen will, kann auch eine Tour mit einem Glasbodenboot oder einem Halb-U-Boot machen. In zahlreichen Unterwasserobservatorien kann man das Riff ebenfalls trockenen Fußes bestaunen.

Bedrohte Schönheit

So faszinierend das Great Barrier Reef für Touristen auch ist: Man sollte nicht vergessen, dass unter anderem der Tourismus eine Gefahr für das seit 1981 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählende Riff darstellt. Nicht nur die Treibstoffe der unzähligen Boote verschmutzen das Riff. Auch das Sonnenöl von Schnorchlern und Tauchern gefährdet die Korallen, genauso wie das Sammeln von Souvenirs.

Es ist aber vor allem auch die globale Erwärmung, die dem Great Barrier Reef zu schaffen macht. So war das Riff 1998 und 2002 stark durch die mit vom Klimawandel induzierte Massenkorallenbleiche betroffen. Der Großteil des Riffs hat sich zwar wieder erholt, fünf Prozent wurden allerdings so stark geschädigt, dass es Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte dauern wird, bis sich das Riff regeneriert.

Trotzdem: Eine Reise zum Great Barrier Reef ist immer noch unvergesslich schön.

21/07/2013 / Susanne Herrenbrück

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