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Liverpool: Die Stadt der Beatles

Liverpool im Nordwesten Englands ist eine Arbeiterstadt, die vor allem durch die Beatles bekannt wurde. Wer nach England reist, der nimmt meist erstmal Kurs auf London oder Manchester. Letzteres ist mit dem Auto nur rund eine Stunde von Liverpool entfernt. Die Stadt an der Mündung des Flusses Mersey hat einiges zu bieten, vor allem: britischen Charme. Und das nicht nur in der Innenstadt und der Hafengegend, sondern auch in den Randgebieten. Die ehemaligen Arbeitersiedlungen mit ihren roten Reihenhäusern entfalten ihre ganz eigene Atmosphäre. Ein Tipp für Studenten: Viele der Häuser werden auch im hochpreisigen England zu akzeptablen Raten an Studenten vermietet, komplette Häuser gibt es bereits ab 1.000 Euro, ideal für eine große Studi-WG, in der man ein Auslandssemester verbringen kann; die Liverpooler Uni ist von nahezu jedem Punkt der Stadt aus bequem mit dem Bus zu erreichen. Vor Ort hält man nach den zahlreichen Schildern „Student Let“ Ausschau – hier ist man willkommen, und die Vermieter lassen mit sich handeln.

Penny Lane & Cavern Club: Ein Stück Musikgeschichte

Liverpooler Reihenhäuser werden teils schon ab 1.000 Euro vermietet.

In den Siedlungen der Merseyside findet sich auch die weltberühmte Penny Lane, nach der die Beatles einen Song benannten. Hier wuchsen John Lennon und Paul McCartney auf. In der Innenstadt findet sich der 1957 eröffnete Cavern Club, ein kultiger Rockschuppen einige Stockwerke unter der Erde in einem niedrigen Gewölbe, in dem schon die Beatles auftraten und in dem zahlreiche Gitarren und Memorabilia von Rockgrößen wie B.B. King ausgestellt sind. Dort gibt es fast jeden Abend Livemusik. Schräg gegenüber befindet sich die ebenfalls renommierte Rubber Soul Oyster Bar, die auch einen Besuch wert ist. Wer auf gute, handgemachte, gitarrenlastige Livemusik steht, der kommt bereits tagsüber in der Liverpooler Fußgängerzone auf seine Kosten: Selbst im tiefsten Winter stehen hier brillante Straßenmusiker mit E-Gitarre und Verstärker und beschallen eindrucksvoll das Laufpublikum. Dass es hier einige der weltbesten Plattenläden gibt, versteht sich von selbst.

Interessant und sehenswert auf dem Weg ins Stadtzentrum ist die St. Luke’s Church, auch als „Bombed Out Church“ bekannt, die im zweiten Weltkrieg stark getroffen wurde, deren Außenmauern aber noch stehen. Im Inneren der Ruine finden regelmäßig Konzerte und Events statt. Gänzlich intakt ist hingegen die über der Stadt thronende und aus vielen Richtungen weithin sichtbare Anglican Cathedral mit ihrem markanten Glockenturm, in der teilweise auch das Liverpool Shakespeare Festival stattfindet.

Romantische Sommerabende: Kultur am Hafen

Die Liverpool Docks – die Hafengegend – sind besonders abends und zum Sonnenuntergang höchst atmosphärisch und sehenswert; im Herbst und Winter, wenn es kalt und neblig ist, kommt hier typisch englische Gruselstimmung auf, zumindest wenn gerade nicht allzu viele Touristen unterwegs sind. Besonders stimmungsvoll sind die meist vor Anker liegenden Segelboote sowie die Tate Liverpool und die Walker Art Gallery, die schon architektonisch eine Augenweide ist und mit Ausstellungen moderner Kunst mit Blick aufs Wasser aufwartet. Seit 2004 gehört das Hafenviertel mit seinen imposanten historischen Bauten zum UNESCO-Weltkulturerbe. Dem Albert Dock und dem nahegelegenen Pier Head mit den Three Graces, den riesigen Gebäuden, deren Bausubstanz leider inzwischen als gefährdet gilt, sollte man ebenfalls einen Besuch abstatten. Auch sie lohnen sich besonders abends, ebenso wie die neoklassizistische St. George’s Hall.

30/07/2013 / Gerrit Wustmann

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