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After Earth: Hommage an Scientology?

Während Stars wie Tom Cruise und John Travolta sich öffentlich zu Scientology bekennen, haben es Will Smith und seine Frau Jada Pinkett Smith immer etwas dezenter mit ihrer Verbindung zu Scientology gehalten. Doch damit dürfte es jetzt Schluss sein. Mit seinem neuen Film After Earth, in dem Will Smith nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch die Story lieferte, hat der Hollywoodstar jetzt ein Liebesbekenntnis an Scientology veröffentlicht.

Die Story von After Earth

Die Story von After Earth ist schnell zusammengefasst: Es geht um die Überwindung der menschlichen Angst (ein wichtiger Bestandteil der Lehrer von Scientology!). Während Will Smith als General Cypher Raiger auf dem mittlerweile unbewohnten Planet Erde mit seinem Raumschiff abstürzt und schwer verletzt ist, muss sein Sohn Kitai (gespielt von Will Smiths Sohn Jaden Smith), der ihn begleitet hat, seine Angst überwinden und sich 100 Kilometer durch die fremde Natur schlagen. Denn dort liegt ein Teil des zerstörten Raumschiffes, indem sich ein Funkgerät befindet, mit dem Kitai für sich und seinen Vater Hilfe holen kann.

Die Lehre von Scientology in After Earth

Während Jaden Smith sich als Kitai 100 Minuten lang durch die Natur schlägt und den Zuschauer damit fast zu Tode langweilt, sorgt Will Smith als Cypher dafür, dass dem Zuschauer eine Scientology Weisheit nach der anderen an den Kopf geschmissen wird. So klingen seine Monologe zum Thema Angstüberwindung als hätte sie Will Smith direkt aus dem Scientology-Lehrbuch abgeschrieben und auch Cyphers Charakter, der jegliche Gefühle unterdrückt, würde Scientology-Gründer  L. Ron Hubbard garantiert stolz machen.

Dazu kommt, dass Cypher und Kitais gesamte Interaktion unweigerlich an das berühmte Auditing erinnert. Bei dieser Veranstaltung muss der Scientology-Anfänger seine schlechten Eigenschaften und Ängste überwinden, während er von einem erfahrenen Scientologen angeleitet wird. Nichts anderes scheint auch bei After Earth zu passieren, wenn Cypher seinen Sohn während seiner gesamten Reise über Funk anleitet.

Das Fazit von After Earth

Damit ist After Earth nicht nur ein schlechter und langweiliger Science-Fiction-Film, sondern gleichzeitig auch ein teurer Werbefilm für Scientology, auf den man lieber verzichten sollte. Denn wer kein bekennender Scientologe ist oder es werden möchte, der sieht After Earth schon nach wenigen Minuten als das, was er ist – der schlechteste Film des Jahres!

07/06/2013 / Jennifer Berg

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