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Hopper Hotels in Köln: Edles Ambiente

Wenn ich gefragt werde, wo man bei einem Kölnbesuch gut übernachten kann, verweise ich entweder auf das Hostel Die Wohngemeinschaft oder auf die Hopper Hotels – je nachdem wie das Budget liegt. Auf die drei Hopper Hotels wurde ich durch das kleine, von Volker Lippmann betriebene Off-Theater Tiefrot aufmerksam, das sich in den ausgebauten Kellerräumen des Hopper St. Antonis in der Dagobertstraße befindet, unweit von Dom und Hauptbahnhof und nur wenige Fußminuten vom Rhein entfernt.

Moderne und Tradition in edlem Gewand

Das Gebäude wurde 1904 errichtet, im Krieg teilweise zerstört und wieder aufgebaut, und diente fast hundert Jahre lang als Kolpinghaus, in dem wandernde Gesellen auf der Walz unterkamen. Da diese Tradition allerdings in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr nachließ, wurde es 1997 komplett restauriert mit Rücksicht auf die historische Bausubstanz und Architektur, und zum Hotel umfunktioniert. Schon der Eingangsbereich begrüßt den Gast mit edlem Ambiente: Die große Bar, die auch als Restaurant dient, ist mit ihrem großen Gewölbe und den Wandmalereien eine moderne Hommage an die Atmosphäre des Speisesaals, in dem die Kolpingbrüder dinierten. Im Sommer sitzt man im lichtdurchfluteten Innenhof auf schmiedeeisernen Stühlen und hört sanft den Kies unter den Schuhen knirschen.

Mitten in Köln in den Hopper Hotels.

Keines der Zimmer gleicht dem anderen; die Böden sind aus Kambala-Parkett, die Möbel aus Teakholz, im Bad findet man Marmor. Kein Wunder, dass auch Schauspieler und Musiker hier gerne absteigen und sich eine Pause von Aufnahmen und Dreharbeiten gönnen. Das Restaurant L. Fritz ist nach dem Kunststifter Professor L. Fritz Gruber benannt, dessen Sammlung bis heute im Museum Ludwig (in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar) zu bewundern ist, und der zudem die Photokina mitbegründete. Restaurant und Bar stehen nicht nur Gästen des Hotels offen; auch Kölner finden sich hier gerne ein, und nach den Aufführungen im Theater Tiefrot kehrt auch das Ensemble gelegentlich auf einen Drink ein.

Häuser mit historischem Flair

Das Hopper Et Cetera in der Brüsseler Straße war ursprünglich ein Kloster der Barmherzigen Brüder, erbaut im Jahr 1894; dort wurden Kranke unentgeltlich versorgt, es fanden Armenspeisungen statt und Obdachlosen wurde Unterkunft geboten. Das Hopper St. Josef in der Dreikönigenstraße, erbaut 1891, diente als Unterbringung für Kinder berufstätiger Eltern. Arme Kinder wurden beherbergt und verpflegt, während der Inflationsjahre in den Zwanzigern kam eine „Volksküche“ hinzu. Auch diese beiden Häuser wurden im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und später wieder aufgebaut. Das St. Josef ist das jüngste Hopper-Hotel: Es wurde 2009 eingerichtet, nachdem die sozialen Einrichtungen im Haus bis ins Jahr 2006 immer weiter zurückgefahren worden waren.

Besonders der geschichtsträchtige Hintergrund der drei Hotels schafft Atmosphäre, während die Zimmer modern und hell eingerichtet und gestaltet sind und immer wieder auch den Arbeiten zeitgenössischer Künstler Platz bieten. Leseratten finden im St. Josef außerdem eine kleine Bibliothek mit ausgewählter Literatur – Kultur steht immer mit im Zentrum. Service und zahlreiche Extras lassen keine Wünsche offen, und die Lage aller drei Hotels ist besonders für Köln-Neulinge optimal, da sie jeweils nahe an wichtigen Sehenswürdigkeiten liegen und sich das Stadtzentrum sowie die Altstadt in der Nähe befinden, so dass man die Domstadt in aller Ruhe zu Fuß erkunden kann.

Hopper Hotels Köln
www.hopper.de

07/06/2013 / Gerrit Wustmann

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