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Berufsberatung in der Berliner Keksbank

Beate Westphal ist „Beate, die Glückliche“, denn sie hat ihren Traumjob gefunden und entdeckt nun als Traumjobdetektivin die passenden Jobs für andere Menschen. Das sei gar nicht so schwer, will die Berlinerin klarmachen. Lediglich neun Fragen würden reichen, damit man endlich erkennt, was einen glücklich macht.

Man muss sich für den besten aller Kekse entscheiden, um glücklich zu sein

Auf dem Hinterhof der Keksbank an der Oranienburger Straße geht es quirlig zu, sobald die ersten Sonnenstrahlen sich auch in Berlin blicken lassen. Auf dem Hof können Besucher Beate Westphal treffen, die immer für einen Plausch aufgelegt ist. Nachdem die geborene Berlinerin in der DDR zunächst Sport auf Lehramt studierte, orientierte sie sich nach der Wende noch einmal um und schloss zwei weitere Studien in Wirtschaftswissenschaften und Kultur-und Medienmanagement ab. Es folgten wenige Jahre des umtriebigen Suchens nach Erfüllung, bevor sich Beate entschloss, Kekse zu verkaufen. Klingt verrückt, war aber ein logischer Schluss, nachdem sie alle ihre Talente, Wünsche, Eigenschaften und Bedürfnisse in einen Topf geworfen hatte und einmal kräftig umrührte: Sie backt gern, möchte Menschen glücklich machen und kann gut kommunizieren – so die Grundzutaten. Heraus kam die Idee der Hofkeksbäckerin mit Ambitionen zur Traumjobdetektivin.

Mit und von Keksen leben

Qualitätskontrolle ist bei der Keksbank Chefsache.

Seit mehr als zehn Jahren kreiert die Selfmade-Bäckerin in ihrer Keksbank in Berlin-Mitte kleine Keks-Kunstwerke für Berliner Vorstandsetagen. Rund drei Tonnen Kekse finden in über 100 Berliner Unternehmen ihren Weg in aller Munde. Nachdem die Keksidee mit viel Engagement und Fleiß aufging, konnte Beate Westphal ihr zweites Standbein aufbauen. In ihrer Backstube trifft sie rund 200 Mal im Jahr Menschen aller Couleur, um ihnen bei Kaffee und Kuchen auf die Sprünge zu helfen: Welcher Job würde dich glücklich machen? Studenten, Abiturienten, Frauen und Männer, die fest im Berufsleben stehen – sie alle suchen die Traumjobdetektivin auf, weil sie sich nicht darüber im Klaren sind, welcher Job zu ihnen passt. Die Keksbäckerin hat neun Fragen entwickelt, die sie in einer Einzelberatung mit den Ratsuchenden durchspricht. Zum Schluss, nachdem der letzte Keks gegessen ist, werden die Antworten aneinandergereiht und es ergibt sich ein mehr oder weniger klares Berufsbild. Danach geht es daran, an der Umsetzung der Idee zu feilen.

Die Leute müssen erkennen, dass der Keks keine Torte ist

Denn nicht zu selten haben die Traumjobsuchenden ein eher unklares Bild von den wirklichen Ansprüchen eines Traumjobs. Die Regenglückmacherin Elke kam als unglückliche Hausverwalterin zur Beratung in die Keksbank und hatte die Idee, ein Geschäft für Regensachen aufzumachen. Diese Geschäftsidee musste kritisch hinterfragt werden. Aus der Idee wurde ein Online-Shop, ohne stressige Öffnungszeiten und hoher Miete. Selbst wer seinen Traumjob identifizieren kann, setzt ihn nicht gleich um, weil andere Dinge momentan im Vordergrund stehen oder man den Verlust der finanziellen Sicherheit scheut. Beate, die Glückliche, kann sich keinen besseren Job als ihre Selbstständigkeit vorstellen und fühlt sich sicherer als mit einem festen Job. „Ich bestimme jeden Monat selbst wie viel ich verdiene und was mich glücklich macht,“ erklärt sie, „das ist viel mehr Sicherheit, als mir jede Festanstellung bieten kann.“

Keksbank
Oranienburger Str. 27
10117 Berlin-Mitte

www.keksbank.de

21/05/2013 / Christiane Kuerschner

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