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Das „Ciragan Palace Kempinski“ in Istanbul

Entspannt in der Marmorbadewanne liegen, dazu ein Glas Champagner schlürfen und den Blick über den Bosporus schweifen lassen. Im „Ciragan Palace Kempinski“ in Istanbul gehört das zum Alltag. Dabei erlebte das Nobelhotel durchaus auch Zeiten, in denen ein solcher Luxus unerreichbar schien. Zwischenzeitlich diente die Anlage sogar als Sportplatz und Baustofflager. Mittlerweile zählt das Palasthotel aber zu den exklusivsten Unterkünften der Welt.

Bewegte Vergangenheit

Mit der Sultan Suite bekommen Sie Ihr privates Marmor-Hammam.

Im 16. Jahrhundert galt es als schick, sich ein Grundstück am Bosporus zu kaufen und dort luftige Holzpavillons zu bauen. Das tat auch Sultan Ahmet III. Das Grundstück, auf dem heute das „Ciragan Palace“ steht, wurde damals noch „Kazancioglu-Garten“ genannt und erstreckte sich von Ortaköy bis Besiktas. Großwesir Ibrahim Pasha von Nevsehir bekam das Gelände schließlich von seinem Schwiegervater Sultan Ahmet III. geschenkt.

Ibrahim war es dann auch, der auf dem Grundstück die erste am Wasser gelegene Villa, ein sogenanntes „Yali“, erbaute. Gemeinsam mit seiner Frau Fatma Sultan – der Tochter des Sultans – lud er dort zu Festen mit Fackelbeleuchtung ein, die „Ciragan“ (persisch für „Lichtfeste“) genannt wurden. Daraus entstand der Name des heutigen Palasthotels. Anstelle der Holzpavillons wurden später Villen errichtet, die bald schon zu Palästen umgebaut wurden. Marmor, Gold und zahlreiche Gemälde schmückten die prachtvollen Zimmer, die Fenster waren aus feinstem Kristallglas gefertigt.

Aber der Glanz des „Ciragan Palace“ war nicht von Dauer. Immer wieder wurde das Gebäude abgerissen und wieder aufgebaut. Im Jahre 1871 wurde der „Ciragan Palace“ schließlich in seiner heutigen Form an den Ufern des Bosporus neu erbaut. Doch zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann der Niedergang der Bauten und des Palastgeländes. So wurde die kaiserliche Sommerresidenz zum Ersatzparlament, später diente das Gelände sogar als Baustofflager und Sportplatz. Erst zu Beginn der 1990er Jahre erstrahlte der „Ciragan Palace“ wieder im alten imperialen Glanz, als eine japanische Investorengruppe das Gebäude als Palasthotel der Kempinski-Hotelgruppe ausbauen ließ.

Leben wie am Osmanischen Hof

Vor allem im alten Palastteil des „Ciragan Palace“ können Sie die Vergangenheit heute spüren. Die prächtigste der dort angesiedelten elf großen Suiten ist die 376 Quadratmeter große „Sultan Suite“. Eine Nacht in der Luxussuite kostet rund 30.000 Euro. Dafür verfügen Sie dann aber auch über Ihren eigenen Helikopterlandeplatz, einen Marmor-Hammam (ein türkisches Dampfbad) und Ihren persönlichen Butlerservice. Die Ausstattung der Suite wäre bestimmt auch der Sultansfamilie würdig gewesen: Feine Vasen und Diwane sowie wertvolle Teppiche vollenden das luxuriöse Erscheinungsbild der Suite.

Wenn Sie in der Sultan Suite des „Ciragan Palace“ nächtigen, tun Sie es übrigens zahlreichen hochkarätigen V.I.P.s gleich. Ob Queen Elizabeth I., König Juan Carlos von Spanien, Oprah Winfrey, Bill Clinton oder Liza Minelli. All diese bekannten Persönlichkeiten lieben das „Ciragan Palace Kempinski“ in Istanbul – was eindeutig für die Exklusivität des prächtigen Palasthotels spricht.

24/05/2013 / Victoria Huber

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