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„Roses“ von The Cranberries

Zehn Jahre später…

Zehn Jahre sind eine lange Zeit. The Cranberries brachten vor zehn Jahren ihr letztes Studioalbum heraus, die Trennung erfolgte im Jahr 2003. The Cranberries hatten ihre beste Zeit einfach hinter sich, sie waren eine Kultband der 1990er und bescherten uns das unvergessliche Zombie, sozusagen ein Heimatlied, das die politische Lage Nordirlands zum Thema machte. Wahrscheinlich wissen das die wenigsten, die des Nachts Zombie grölen.

„Roses“ von The Cranberries ist ab dem 24. Februar 2012 erhältlich.

Die Frontfrau von The Cranberries, Dolores O’Riordan erhielt dann 2009 von der irischen Trinity Universität ein Ehrendiplom und zu diesem Anlass gaben sich auch die einstigen The Cranberries die Ehre. Und da alte Liebe nicht rostet, war es erneut um The Cranberries geschehen. „Sobald wir anfingen zu spielen war es, als hätten wir nie aufgehört“, erinnert sich Dolores„Mit den Cranberries zu spielen ist, wie wenn man das perfekte Paar Schuhe anzieht – es passt einfach.“ Eine Reunion-Tour folgte, die Arbeit an einem neuen Album ebenso. Warum? „Wir fühlten uns frisch und jung – wie in alten Zeiten.“

Wir haben heute leider keine Rose für The Cranberries

Roses allerdings hört sich leider weder frisch an, noch jung. The Cranberries sind eben einfach nicht mehr hungrig, man spürt auf Roses keinen Druck mehr. Schlimmer noch, der Song Roses lässt uns wissen: „Life is no garden of roses / Roses just wither and die.“ Damit entlassen uns The Cranberries aus Roses und wir sind uns ehrlich gesagt nicht ganz sicher, was sie damit sagen wollen. Auch der Opener von RosesConduct, hört sich so an, als sei Roses ein unfreiwilliges Restprodukt der Cranberries: „Now it’s too late / I can see / That we should not be together.“ Fragezeichen.

Aber abgesehen davon, dass Roses nichts Neues bringt und lediglich Schizophrenic Playboy kurz unsere Aufmerksamkeit erregt, bekommt man das, was man unschwer sofort als The Cranberries erkennt. Dolores‘ eingängige Stimme, die wohlbekannten Gitarrenklänge. Aber die 90er sind eben einfach vorbei.

25/02/2012 / Sigrun Weinhardt

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