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Das perfekte Model: Warum wir aufgeben

Im Januar 2012 startete die neue Model-Show Das perfekte Model auf Vox als direkte Konkurrenz zu Heidi Klums Dauerbrenner Germany’s Next Topmodel auf Pro 7. Statt einem Dreigestirn als Jury mit Heidi Klum als alles überstrahlende Sonne, gibt’s bei Das perfekte Model zwei gleichberechtigte Juroren: Karolína Kurková und Eva Padberg. Warum das Ganze aber trotzdem nicht funktioniert und warum wir nach Folge 4 aufgeben: hier die drei Gründe.

Zu inszeniert

Karolína Kurková und Eva Padberg

Noch viel mehr als bei Germany’s Next Topmodel entsteht bei Das perfekte Model der Eindruck, dass hier ein Drehbuch abgearbeitet wird. Scripted Reality nennt man so etwas. Dafür ist Vox bekannt, gibt es hier doch so „Perlen“ wie Das perfekte Dinner und Daniela Katzenberger.

Bei Das perfekte Model führt das dazu, dass die Dramen undramatisch (siehe Folge 4, wenn Paula-Helen über ihr Gewicht in Tränen ausbricht. Allerdings muss KK (Karolína Kurková) da schon ziemlich nachbohren, dass die Tränen auch wirklich fließen) und die Liebesbeweise peinlich sind (siehe ebenfalls Folge 4, wenn Zahnärztin Eva-Marie krank in Kapstadt ist und von ihrem Freund aus Deutschland einen Blumenstrauß erhält. Dumm nur, dass der Strauß, neben dem schönen Blumenstrauß, der eh schon den Esstisch in der Model-WG schmückt, total verblasst und billig wirkt.). Fazit: Gähn.

 

Zu peinlich

Eva Padberg

Anstatt dass, wie bei Germany’s Next Topmodel, die Mädchen peinlich sind, sind es bei Das perfekte Model zunehmend die Jurorinnen bzw. der Vergleich zwischen ihnen, der für Fremdschäm-Momente sorgt. Karolína Kurková (oder KK) ist sehr sympathisch, sehr professionell, sehr selbstbewusst und sehr international, ein wirkliches Topmodel mit den besten Beziehungen zu den Großen der Branche. Vielleicht tatsächlich, wie ihr Tommy Hilfiger in Folge 4 attestierte, das letzte große Topmodel. In Folge 4 durften ihre Mädchen bspw. mit dem männlichen Topmodel Andrej Pejic ein Foto-Shooting absolvieren und in einer privaten Modenshow vor dem amerikanischen Stardesigner Tommy Hilfiger laufen.

Eva Padberg, unsere deutsche Antwort auf KK, wirkt hingegen unsicher, langweilig und blass, wir attestieren ihr höchstens nationales Model-Niveau. Und so war das Highlight für ihre Mädels in der Folge 4 auch nur ein Walk auf einer Jacht, auf der ein No-Name-DJ auflegte und die Mädels barfuß (oh Schock) vor No-Name-Publikum laufen mussten. Fazit: Wenn wir uns schon für jemanden fremdschämen wollen, dann für Kandidatinnen, aber nicht für die Jurorinnen.

Zu kompliziert

Kaum zu glauben, aber wir finden Das perfekte Model tatsächlich zu kompliziert. Not! Was aber zu kompliziert ist, vor allem für die Teilnehmer selbst, ist das merkwürdige Bewertungssystem, bei dem die Mädels mal einen Haken bekommen (positiv), diesen aber auch wieder für ein Kreuz verlieren können (negativ). Dazu erhalten sie dann Charms (Anhänger am Armband) bzw. müssen diese wieder hergeben. Das Ganze wird versucht, anhand einer Schautafel mit den verschiedenen Kategorien, in denen die Mädchen geprüft werden, zu veranschaulichen. Fazit: zu kompliziert, ergo zu langweilig.

Gesamt-Fazit: Wir geben auf und schauen uns die Folge 5 gar nicht mehr an! Außerdem beginnt morgen, am Donnerstag den 23.02.2012, ja auch schon wieder Germany’s Next Topmodel, die 7. Staffel. Bye-bye Das perfekte Model.

24/02/2012 / Victoria Huber

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