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Gefährten

Gefährten ist nicht einer dieser typischen Pferdefilme wie Black Beauty. Es ist kein Film über eine klischeehafte Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Mit Gefährten bringt Steven Spielberg wieder einmal einen hochemotionalen Klassiker auf die Leinwand, der eine facettenreiche Geschichte über eine Freundschaft zwischen einem armen Farmersjungen und seinem Pferd erzählt. Dabei inszeniert Spielberg ein tiefschürfendes Drama, das den historischen Hintergrund berücksichtigt und gleichzeitig einen Einblick in die gesellschaftlichen Missstände gibt.

Die Story von Gefährten

Das Leben des jungen Albert Narracott und seiner Familie ist nicht einfach: Sie haben finanzielle Probleme und Vater Ted ist ein hoffnungsloser Trinker. Eines Tages beschließt Vater Ted ein Pferd zu kaufen, das der Familie als Arbeitstier auf dem gepachteten Hof dienen soll. Zu einem viel zu hohen Preis kauft er Pferd Joey – sehr zum Missfallen seiner Frau, da das Tier nicht als Arbeitstier geeignet ist. Den Narracotts droht der finanzielle Ruin, denn ihr Verpächter will ihnen den Hof wegnehmen, wenn sie ihre Rechnungen nicht begleichen. Die Familie steht vor den Trümmern ihres Lebens und weiß nicht mehr weiter.

Doch Sohn Albert kommt auf eine ungewöhnliche Idee: Er dressiert Pferd Joey mit viel Mühe, sodass er ein brach liegendes Feld pflügen kann und damit die Existenz der Familie rettet. In diesem schwierigen Prozess beginnt die tiefe Freundschaft zwischen dem jungen Albert und Joey, diese erweist sich als erster emotionaler Höhepunkt des Films. Der junge Farmerssohn versucht alles, um seine Familie zu retten und sein neuer bester Freund Joey wird zum treuen Gefährten und Helfer.

Besonders das harte Bild des sozialen Unterschieds zwischen der reichen Verpächterfamilie und der armen Farmersfamilie lässt einen bis zum Schluss des Films nicht mehr los. Aber die Grausamkeiten des bevorstehenden ersten Weltkrieges werden alle Gesellschaftsschichten treffen – nicht nur die Armen.

Freundschaft überwindet alle Grenzen!

Die Unruhen beginnen und der erste Weltkrieg bricht aus. Pferd Joey muss an die Armee verkauft werden, während Albert noch zu jung für den Dienst an der Waffe ist. Die Trennung von seinem neuen besten Freund bricht Albert das Herz. Joey hingegen muss alle Grausamkeiten des Krieges miterleben. Er wechselt oft den Besitzer und erweist sich für alle als guter Gefährte. Bei den wechselnden Kriegsszenarien sieht man stets die Perspektive des Pferds und versteht so langsam, wieso der Film im englischen Original War Horse heißt. Aber auch der deutsche Titel Gefährten passt sehr gut, da er den Film aus einer anderen Sicht zeigt: Denn Albert meldet sich freiwillig zum Kriegsdienst, um seinen besten Freund wiederzufinden. Ein wahrhaft treuer Gefährte…

Emotionaler Klassiker

Steven Spielberg hat mit vielen visuellen Highlights ein wahres Meisterwerk kreiert. Die vielen Großaufnahmen von Albert und Pferd Joey gehen schon in den ersten Minuten richtig unter die Haut. Auch der zweite emotionale Höhepunkt erweist sich als wunderbare Pointe. Welche Moral dahintersteht und was genau passiert, müssen Sie aber selber herausfinden – der Kinobesuch wird sich auf jeden Fall auch für diejenigen lohnen, die ansonsten nichts mit Pferden anfangen können.

16/02/2012 / Sigrun Weinhardt

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